Rundschreiben #7
26-05-2025

Liebe Friedensfreunde,

vielen Dank für all Eure wunderbaren Beiträge auf Video und Fotografien, die Ihr uns bereits von Euren Aktionen geschickt habt! Eure Beteiligung und Kreativität am 9. Mai hat alle Rahmen der Erwartungen gesprengt. Noch immer gibt es eine Flut von Interesse, Zustimmung, und Vorschlägen für weitere Aktivitäten.

Hier auf unserem Youtube Kanal posten wir nach und nach alle Videos welche uns Teilnehmende aus ganz Europa (und darüber hinaus wie Australien 😊) schicken: https://www.youtube.com/@EuropeanPeaceProject
Schaut rein und verbreitet den Kanal oder Eure „best of Videos“ weiter in Euren Netzwerken oder Social-Media-Kanälen.

Wir hoffen eine Galerie und den Dokumentationsfilm bis zum 15. Juli fertig zu haben. Bitte schickt uns nicht nur Videos, sondern vor allem auch Fotos Eurer Aktionen, denn wir planen neben einer online Galerie auch einen gedruckten Katalog zur Dokumentation.

Auf unserer Webseite ist die Auktion der Originale der für das European Peace Project entstandenen Arbeiten der Künstlerin Regina Bender gestartet – seht also unbedingt hinein und sichert Euch ein Unikat und einmaliges Zeitzeugnis unserer historischen Aktion zum 9. Mai 2025. https://europeanpeaceproject.eu/auktion/

Wir haben unser Titelbanner und vor allem die Fahnen-Vorlage auf unserer „Artwork“ Unterseite zeitloser gestaltet, so dass Ihr sie weiterhin für Aktionen nutzen könnt oder um sie ans Fenster oder den Balkon zu hängen. Den 9.5. in jedem Jahr würden wir gerne als „unseren Tag“, den Citizen European Day (CED) für Frieden durch Völkerverständigung beibehalten. 

Wir ermutigen alle bisherigen Teilnehmer am European Peace Project vor Ort weiter aktiv zu bleiben, sei es mit erneuten Manifest Verlesungen, Friedenspaziergängen, Engagement in Städte- oder anderen Partnerschaftsformaten mit Russland etc. Getragen werden müssten diese Aktivitäten von Personen oder Gruppen vor Ort, die natürlich gerne weiterhin Artwork und Manifest Text in allen Sprachen auf der Webseite nutzen und erweitern/anpassen können – natürlich dann mit ihrem eigenen VisdP und -Verantwortlichkeit. Lasst Euch von den neusten Protesten in London oder Den Haag inspirieren mit 500.000+ Demonstrierenden für den sofortigen Stopp des israelischen Vernichtungskriegs gegen die Palästinenser.

Diesem Thema werden/müssen wir uns als nächstes annehmen, denn es ist unsere Verpflichtung und Versprechen, vor allem als Deutsche Nie WIEDER tatenlos zuzusehen, wenn ein Völkermord geschieht! Daher planen wir eine nächste große Aktion/Ausrufung/kreativen Sprechakt mit neuem Text und Artwork am 7. Oktober. Dazu halten wir Euch auf dem Laufenden. Nach Fertigstellung von Film und Galerie am 15.Juli werden wir allerdings eine Sommerpause bis September einlegen, in der wir nicht untätig sind, sondern unseren weiteren Projekten nachgehen, selbst Volksdiplomatie betreiben, helfen ein großes Friedenskonzert vorzubereiten, das am 3. Oktober in München stattfinden soll, etc.

Außerdem haben wir die Idee im September 2026 eine gesamteuropäische „Hertenstein 2:0“ Konferenz zu initiieren, als Nucleus eines Neustarts einer europäischen Integration, die den Werten von friedlichem Zusammenleben verpflichtet, blockfrei und auf einen zivilen Charakter festgelegt ist.

Gleichzeitig werden wir die Entwicklung in Europa und der Welt aufmerksam verfolgen, unsere Social Media Kanäle und eventuell den Verteiler für objektive Information nutzen. Sollte es zu einer Zuspitzung der Kriegsvorbereitung oder Ereignissen kommen, welche einen sofortigen massiven Protest der Zivilgesellschaft erfordern, werden wir spontan zu einer breiten Aktion mobilisieren. 

Hier noch die Presseerklärung des Europaabgeordneten Michael von der Schulenburg zur Reise nach Moskau am 9. und 10. Mai 2025, auch im Zusammenhang mit dem European Peace Project:
Für ein Ende des Krieges in der Ukraine und einen Neubeginn der europäisch-russischen Beziehungen

„Am 9. und 10. Mai 2025 sind wir gemeinsam mit drei weiteren Mitgliedern des Europäischen Parlaments, Ondrej Dostal aus Tschechien, Lubos Blaha aus der Slowakei und Fidias Panayiotou aus Zypern, aus Anlass des 80. Jahrestages des Sieges über den deutschen Faschismus nach Moskau gereist. Ziel unserer Reise war, der Opfer des von Nazi-Deutschland entfesselten Weltkriegs zu gedenken und Gespräche mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft zu führen. Mit unserer Reise wollten wir uns dem verordneten Kommunikationsabbruch entgegenstellen und betonen, wie wichtig es ist, gerade in Krisenzeiten Austausch zu haben.

Am 9. Mai haben wir nicht die Militärparade besucht, sondern am Grabmal des unbekannten Soldaten Blumen niedergelegt, um der 27 Millionen Opfer des barbarischen Feldzug Nazi- Deutschlands gegen die Sowjetunion und des entscheidenden Anteils der Roten Armee am Sieg über den Nationalsozialismus zu gedenken. Uns hat berührt, dass uns selbst seitens der vielen Besucher, die an diesem Tag an der Gedenkstätte ihre von Deutschen ermordeten Verwandten ehrten, keinerlei Ablehnung entgegengebracht wurde, obwohl wir Deutsch sprachen.

Bei unseren Gesprächen mit hochrangigen russischen Vertretern haben wir eine große Bereitschaft zu einem offenen Austausch auch über schwierige Themen erlebt, es gab keinerlei Beschränkungen der Gesprächsthemen. Selbstverständlich haben wir bei den Gesprächen unsere Sorge über die katastrophalen humanitären und politischen Folgen des Ukrainekriegs angesprochen sowie unsere Hoffnung ausgedrückt, schnellstmöglich zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts zu gelangen. Wir haben nachdrücklich betont, dass die Waffen endlich dauerhaft schweigen und Verhandlungen geführt werden müssen, um die Suche nach einer Friedensregelung zu ermöglichen, die die Interessen aller Konfliktparteien, natürlich auch der Ukraine, berücksichtigt, da nur so der Frieden in Europa dauerhaft gesichert werden kann.

Wir sind bei keiner Begegnung Ressentiments und Äußerungen begegnet, wie sie leider mittlerweile in Deutschland bis hin zum Außenminister verbreitet werden („Russland wird immer ein Feind für uns sein“). Seitens unserer Gesprächspartner in Russland wurde wiederholt auf die früheren guten Beziehungen zu Deutschland verwiesen und betont, wie wichtig es im beiderseitigen Interesse sei, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Zum Abschluss unserer Reise haben wir eine Aufführung des Bolschoi-Theaters besucht, um auf die Weise zu unterstreichen, dass es auch Kultur ist, die uns vereint.

Wir sind von unserer Reise mit der Überzeugung zurückgekehrt, dass es vorrangige und dringende Aufgabe sein sollte, eine friedliche, stabile und zukunftsorientierte Nachkriegslösung für die Ukraine und Europa zu finden and dass das nur über Verhandlungen mit Russland zu erreichen sein wird. Eine strikte Gesprächsverweigerung seitens EU Mitgliedstaaten bei gleichzeitigen Ultimaten ist hier eine völlig falsche Politik. Es liegt im Interesse Europas, statt an gigantischer Aufrüstung und der selbstzerstörerischen Sanktionspolitik festzuhalten, die Bemühungen um eine Beilegung des Ukraine-Kriegs zu unterstützen und zu befördern und die Beziehungen zu Russland wieder Schritt für Schritt aufzubauen.

Wir möchten betonen, dass wir in Moskau weder das Europäische Parlament vertreten haben noch offizielle Gäste der russischen Regierung waren. Diese Reise haben wir aus der persönlichen Verantwortung als europäische Parlamentarier unternommen und auch alle Reisekosten aus privaten Mitteln bestritten. Dem Europäischen Parlament haben wir ein Transparenzerklärung vorgelegt.“

Herzliche Grüße
Isabelle Casel